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Küsterei
Hagener Küster seit 1623
| 1623 | Küster Kramer |
| 1637 | Küster Gerdes |
| 1665 | Josef Flügge |
| Ferdinand Krus aus Ohlen | |
| Kaspar Jostmann aus Hagen | |
| Norbert Flügge | |
| Josef Ante | |
| N Mues aus Bödefeld | |
| Joh. Eldemann aus Arns Hause | |
| Jos. Panke aus Oberhundem | |
| Jos. Grimme aus Allendorf | |
| 1801-1827 | Jos. Aufmkolk |
| 1828-1870 | Heinr. Aufmkolk |
| 1871-1910 | Peter Sprenger |
| 1910-1936 | Johannes Kaiser |
| 1936-1981 | Wilhelm Erner |
| 1981-2007 | Familie Linnemann |
| 2007 | Claudia Verlemann, Gabi Vogt |
In Hagen bestand eine Elementarschule, die bis 1903 mit einer Lehrkraft und anschließend mit zwei Lehrkräften besetzt war. Bis zum Jahre 1910 übte der Lehrer auch das Amt des Küsters und des Organisten aus. Diese drei Ämter vereint nannte man KÜSTEREI.
Die erste bekannte Nachricht über die Küsterei und die Schule in unserer Freiheit Hagen stammt aus dem Jahre 1587. Es heißt bei der am 13.07.1587 abgehaltenen erzbischöflichen Visitation der Kirche u. a.:
„Dafür soll aber der Pfarrer von Hagen gleichs den anderen, neben dem Sundag und Feiertagen auch einmal in der Wochen die Messe lesen und dem Küster eine Mütte Korn liefern und ihm einen Garten zur Benutzung überlassen.“
Weitere Zuwendungen an den Küster erfolgten 1623, 1655 und 1685. Im Jahre 1685 erließen der Bürgermeister und der Rat eine feierliche Urkunde, um die Einkünfte des Küsters genau zu bestimmen:
- Für das Abhalten der Schule erhält der Küster von jedem Kinde zu Beginn des Schuljahres, Weihnachten, Neujahr und Fastnacht jedes Mal einen guten Stüber oder einen Stuten und 27 Stüber Schulgeld für das ganze Jahr.
- 10 Mütte Roggen von den kurfürstlichen Zehnten
- 3 Rtlr. von der Kirche für das Kerzenmachen
- 2 Rtlr. für die Orgel - 30 Brote von den Kirchspielsleuten Desweiteren wurde er von den Steuern und allen Gemeinheitslasten befreit.
In der Mark wurde er gleich dem Bürgermeister berechtigt. Er erhielt eine Wohnung und einen bestimmten Grundbesitz. 1720 wurde ein neues Register über die Einkünfte des Küsters und Lehrers aufgestellt. So betrug das Gehalt 1720 ca. 93 Rtlr.; 12 Sgr. und 5 Pf 1813 wurde das Haus des Küsters gebaut, an dem sich auch das Schulzimmer befand.
Am 25. April 1816 brannte die gesamte Freiheit Hagen ab, wobei auch das Schulgebäude bis auf die Grundmauern niederbrannte. Der Kostenvoranschlag zum Wiederaufbau der Schule betrug 1000 Tlr. Und 3,5 Stüber. 1816 kam der sog. Schlöterbruch als Wiese und 1825 einige Waldparzellen bei der Teilung der Binnenmark zur Küsterei.
Im Jahre 1809 kamen die Gemeinden Wildewiese, der Saal und die Wibbecke zur Pfarrei Hagen.
Dienstleistungen des Küsters, er musste:
- morgens, mittags und abends läuten.
- jeden Samstag, sowie an den Tagen vor einem Festtage das sogenannte Sonntagsläuten verrichten.
- das sogenannte Prozessionsläuten verrichten.
- die Turmuhr aufdrehen.
- die Kirche gehörig rein und sauber halten.
- dem Priester die gehörigen Dienste beim Gottesdienst leisten. 7. für die kirchlichen Paramente, wie diese im Inventar aufgeführt sind, sorgen und haften.
Sollte etwas durch die Schuld des Küsters verloren gehen, so war er dafür verantwortlich. Küster und Lehrer der Freiheit Hagen Genaue Angaben über Lehrer und Küster in Hagen können erst vom Jahre 1801 an gemacht werden.
Über vorausgegangene Lehrer und Küster berichtet der Küster Heinrich Aufmkolk in einer Handakte aus dem Jahre 1851 (siehe rechts) Ab dem Jahre 1910 wurde das Küsteramt vom Lehreramt getrennt.
